Maus stoppt Flugzeug: Amtsgericht lehnt Schadenersatzzahlungen ab

 „Zwei Tote – Angeklagter schweigt“ –solche und ähnliche Schlagzeilen findet man täglich in den Tageszeitungen. Aber was verbirgt sich dahinter? Darf man als Angeklagter schweigen? Was sind Schadensersatzzahlungen und warum werden sie abgelehnt? Laufen echte Gerichtsverhandlungen genauso ab, wie bei Richter Alexander Holt?

Diese und ähnliche Fragen werden in der Arbeitsgemeinschaft „Rechtskundlicher Unterricht“ unter Anleitung des seit vielen Jahren für die Arbeitsgemeinschaft an der Realschule Ascheberg verantwortlichen Rechtsanwalts Jörg Dickmann aus Münster beantwortet.

Anhand von Fällen und Beispielen aus dem Lebens- und Interessenbereich der Schülerinnen und Schüler beschäftigt man sich mit den Rechtsbeziehungen der Bürger untereinander (Zivilrecht). Es wird über Kaufverträge, die unterschiedliche Geltendmachung und Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen, Urheberrechtsverletzungen, Unterhaltsansprüchen, Gerichtsaufbau und Verfahrensablauf eines Zivilverfahrens gesprochen.

Im Arbeits- und Sozialrecht wird auf das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern eingegangen. Das Einstellungsverfahren wird genauso erörtert wie auch der Abschluss eines Ausbildungsvertrags oder der Kündigungsschutz und der Jugendarbeitsschutz.

Die Beziehung zwischen den Bürgern und dem Staat sowie seinen Behörden (Verwaltungsrecht, öffentliches Recht) wird thematisiert.

Im Bereich des Strafrechts wird anhand von Fällen diverse Straftatbestände, insbesondere Diebstahl, schwerer Raub, Körperverletzungsdelikte, Cyber-Mobbing, unterlassen Hilfeleistung oder Betrug besprochen. Es werden die einzelnen Schritte von der Anzeigenerstellung bis hin zur Verurteilung des Angeklagten und der anschließende Strafvollzug dargelegt.

Ein weiterer Themenblock wird der Rechtsextremismus und die Fremdenfeindlichkeit sein.

Alle oben genannten Themen werden mithilfe von Filmen, Beispielen aus der Praxis und offenen Diskussionen besprochen. Abschließender Höhepunkt der Arbeitsgemeinschaft wird ein Besuch bei einer echten Gerichtsverhandlung sein.

Auch wenn es in 12 Doppelstunden nicht möglich ist, das komplexe Gebilde der Justiz und des Rechts den Schülerinnen und Schülern in allen Verästelungen zu erschließen, so soll dennoch versucht werden, das Recht den Schülerinnen und Schülern möglichst unterhaltsam näher zu bringen. Denn das Recht ist für alle da und manchmal ist es sinnvoll zu wissen, was Recht ist.