Einblicke in einen harten, aber auch schönen Beruf

Zur Präsentation der 14 Gruppen hatten sich Mitschüler, Kollegium und am Projekt beteiligte Landwirte in der Aula der Ascheberger Realschule zusammengefunden.
Foto: sff

 

Vor Mitschülern, Lehrerkollegium und Landwirten stellten die Jugendlichen der Realschule Ascheberg mit 14 Präsentationen ihr beim Landwirtschaftsprojekt gewonnenen Erkenntnisse vor.

Eine wahre Wissensflut breitete sich am Freitagmorgen in der Aula der Ascheberger Realschule aus. Denn in Form von Power-Point-Präsentationen, Stellwänden, Vorträgen, mit Fotos sowie mit Getreidepflanzen als lebenden Anschauungsobjekten stellten die Jugendlichen die beim Landwirtschaftsprojekt der Schule gewonnen Erkenntnisse vor. Am Montag waren alle 270 Mädchen und Jungen der Klassen 7 bis 10 in Ställen und Scheunen auf Entdeckungstour (WN berichteten). Nach Auswertung der gesammelten Informationen stellten die 14 Gruppen ihre Ergebnisse vor.

Zur Einleitung hatte Raimund Kolten aus Soest, der eine Ausbildung in der Landwirtschaft absolviert, über seine Lehrzeit berichtet und für den harten, aber auch schönen Beruf des Landwirtes geworben.

Doch darüber wussten die Realschüler schon eine ganze Menge, wie die Vorträge zeigten. Die Gruppen erklärten zum Beispiel, wann Mais, Weizen und Hafer gesät und geerntet werden. Ebenso deutlich formulierten sie, wie sehr sich die Produktionsverhältnisse in der traditionellen Landwirtschaft geändert haben: „Heute wird das Korn mit großen Mähdreschern geerntet, früher machte man das mit einer Sense von Hand“, berichtete ein Schüler. Die Vorträge verdeutlichen aber auch, wie viel technisches Wissen, Know-How in Sachen Pflanzenschutz und Düngung sowie in Management und Betriebswirtschaft den Landwirten heutzutage abverlangt werden.

Den Schülern sei durch das Projekt eine Menge bewusst geworden, ist sich Lehrerin Astrid David sicher, zum Beispiel: „Wo kommt das Fleisch her. Und auch, dass das süße Kälbchen im Stall einmal groß wird und geschlachtet wird.“ Und noch etwas haben die Kinder aus dem Dorf erkannt: Ihre Mitschüler, die auf den Höfen aufwachsen, müssen zu Haus mit anpacken.

Besonders positiv bewertet die Lehrerin, dass die Bauern freimütig den Schülerinnen und Schülern Stall- und Scheunentüren geöffnet haben: „Für die beteiligten Landwirte war es eine Herzensangelegenheit. Sie waren mit Leib und Seele dabei.“

Quelle: Westfälische Nachrichten vom 17.06.2013